Diese Woche war es wieder soweit und die halbjährliche Zahnarztkontrolle der Zwillingsmäuse-Beißerchen stand an. Und deshalb muss ich hier heute mal über unsere weltbeste Kinderzahnärztin bloggen, die in der wunderschönsten Kinderzahnarztpraxis zu hause ist - naja oder zumindest arbeitet.
Schon im Eingangsbereich gibt es ein Schuhregal mit bunten Hausschuhen für die kleinen Besucher, damit man dann im Wartezimmer ohne auf schmutzige Schuhe zu achten beherzt in die Räuberhöhle kriechen, das Baumhaus erklimmen oder über bunte Würfel turnen kann. Bunt ist sowieso alles bei Putzmunter - die Wände, die vielen "Durchgucklöcher", die es überall gibt, die Arbeitskleidung der Zahnärztinnen und Assistentinnen - alles.
In den Behandlungsräumen (wir waren diese Mal in Nordamerika) gibt es kindgerechte Behandlungsliegen, Zauberstäbe gegen die Angst, Trickfilme an der Decke zur Ablenkung und Sonnenbrillen, damit das das helle Behandlungslicht nicht so blendet - beim Filme gucken versteht sich. Außerdem gibt es viele fleißige Helferlein, wie den Pustewind, der die Zähne trocken föhnt, den Kratzer, der die Ecken und Kanten sauber macht und natürlich die kleinen Patienten selbst, die "mithelfen" dürfen.
An den Wänden, das gefällt mir ja am aller-allerbersten, stehen so tolle Sachen wie:
"Wir glauben an Kinderlachen, und Wasserpfützen in die man hineinspringen muss. Wir glauben an selbstgebackene Kekse, und an Engel, an Schlittenfahren im Winter und an putzmuntere Kinder. Wir glauben Oma und Opa sind zum Verwöhnen da und Zähneputzen vertreibt kleine Zahnteufelchen. Wir glauben dass jeder Feuerwehrmann werden kann oder Prinzessin. Wir glauben an Wunder und an die Liebe. Wir glauben an die Sonne hinter den Wolken. Wir glauben Kinder sind das Allergrößte,..."
Wer selbst mal gucken will - hier entlang
Und das was da an den Wänden in bunten Farben steht, das leben die Zahnärztinnen auch. Nun gut wir kennen nur eine davon wirklich, weil die Zwillingsmäuse immer bei der selben Ärztin Termine haben. Aber einmal erlebt ist mir klar, die Beiden haben sich wirklich den "Traum von einer Zahn-Welt für Kinder" verwirklicht und ich denke das Praxiskonzept "Wir möchten erreichen, dass die uns anvertrauten Kinder eine lebenslange
positive Einstellung gegenüber der Zahngesundheit haben und dass sie
mit gesunden und schönen Zähnen lachen!" wird aufgehen, selbst wenn wie bei der kleinen Zwillingsmaus beim nächsten Termin mal der Bohrer angesetzt werden muss.
Ach so...zum eigentlichen Besuch muss ich wohl nicht mehr viel sagen - die Zwillingsmäuse waren schon fast enttäuscht, dass wir nur so kurz warten mussten und haben ohne Angst mitgemacht, ihre Zähnchen präsentiert und beim Röntgen still gehalten.
Das Röntgen stand erstmalig an, um die nicht einsehbaren Zahnzwischenräume zu beurteilen. Und ja - die kleine Maus hat da ein paar Stellen an die wir ran müssen, trotz regelmäßigem Zähne putzen. Aber immerhin wurden die Stellen so jetzt entdeckt, bevor der Zahn größere Schäden zeigt oder der Nerv angegriffen ist und die Maus Schmerzen hat.
Mal schauen wie also der Termin in zwei Wochen wird...
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Samstag, 13. Juni 2015
Sonntag, 7. Juni 2015
Hamburg, Augsburg und dann?
Vergangenen Donnerstag wurde eine stillende Mutter in Hamburg vom Busfahrer aufgefordert das Fahrzeug zu verlassen oder mit dem Stillen aufzuhören - das Ganze über Mikrofon und weil sich eine ältere Dame beschwert hatte. Ich gehe davon aus, dass die Mutter so diskret wie möglich gestillt hat, zumindest war es bis zu diesem Zeitpunkt wohl noch keinem der anderen Fahrgäste aufgefallen und ich kenne nun wirklich keine Mutter, die mal eben in der Öffentlichkeit blank zieht.
Zwei Tage später erfahren wir dass das Bekleidungsgeschäft New Yorker in Augsburg ebenfalls eine stillende Mama des Ladens verwies. Hier gab es noch nicht einmal eine Beschwerde, sondern es wurde vorsorglich "weil es da mal eine Beschwerde wegen so etwas gab" gehandelt, um andere Kunden nicht zu belästigen. Anscheinend war auch der Filialleiterin die Angestellte wichtiger als die Kundin, sonst hätte sie sich nicht auf die Seite ihrer Mitarbeiterin geschlagen und von ihrem Hausrecht Gebrauch gemacht.
In welcher Welt leben wir, wo pöbelnde Jugendliche, alkoholisierte Fahrgäste und Knoblauch-, Parfum- und sonstige Schwaden in den öffentlichen Verkehrsmitteln hingenommen werden, aber eine Mutter, die lediglich Grundbedürfnisse ihres Kindes befriedigt derartig bloßgestellt wird?
Wo es keinen stört wenn im Sommer die Shorts und Röcke einem breiteren Gürtel gleichen und das Dekolleté bis zum Bauchnabel reicht, aber eine Mutter dafür verurteilt wird, dass sie ihrem Kind Nahrung und Flüssigkeit zukommen lässt.
Ich dachte bisher, dass inzwischen allgemein bekannt ist, dass Muttermilch und somit das Stillen die natürlichste Sache der Welt ist. Nicht umsonst empfiehlt die WHO Vollstillen bis zum 6. Lebensmonat und im Anschluss ein begleitendes Stillen neben der Beikost bis zum 2. Lebensjahr. Hätten die betroffenen Mütter in der jeweiligen Situation ihrem Kind die Flasche gegeben, hätte sich mit Sicherheit keiner daran gestört.
Auch weiß ich nicht was mich mehr schockiert - der Busfahrer mit seiner Bloßstellung der Mutter gegenüber oder die vielen Fahrgäste, von denen keiner die Zivilcourage hatte sich auf die Seite der Mutter zu stellen. Im Gegenteil, verärgert über die Wartezeit wurde die Mutter auch von dieser Seite weiter unter Druck gesetzt
Ich frage mich "Was kommt morgen?"
Und wie lange dauert es noch bis sich jemand daran stört dass ich die kleinste Maus stille - auf dem Supermarktparkplatz, in der Stadtbücherei, auf dem Trödelmarkt,.. überall da wo die kleinste Maus eben ein Hunger- oder bei diesen Temperaturen Durstgefühl überkommt.
Zwei Tage später erfahren wir dass das Bekleidungsgeschäft New Yorker in Augsburg ebenfalls eine stillende Mama des Ladens verwies. Hier gab es noch nicht einmal eine Beschwerde, sondern es wurde vorsorglich "weil es da mal eine Beschwerde wegen so etwas gab" gehandelt, um andere Kunden nicht zu belästigen. Anscheinend war auch der Filialleiterin die Angestellte wichtiger als die Kundin, sonst hätte sie sich nicht auf die Seite ihrer Mitarbeiterin geschlagen und von ihrem Hausrecht Gebrauch gemacht.
In welcher Welt leben wir, wo pöbelnde Jugendliche, alkoholisierte Fahrgäste und Knoblauch-, Parfum- und sonstige Schwaden in den öffentlichen Verkehrsmitteln hingenommen werden, aber eine Mutter, die lediglich Grundbedürfnisse ihres Kindes befriedigt derartig bloßgestellt wird?
Wo es keinen stört wenn im Sommer die Shorts und Röcke einem breiteren Gürtel gleichen und das Dekolleté bis zum Bauchnabel reicht, aber eine Mutter dafür verurteilt wird, dass sie ihrem Kind Nahrung und Flüssigkeit zukommen lässt.
Ich dachte bisher, dass inzwischen allgemein bekannt ist, dass Muttermilch und somit das Stillen die natürlichste Sache der Welt ist. Nicht umsonst empfiehlt die WHO Vollstillen bis zum 6. Lebensmonat und im Anschluss ein begleitendes Stillen neben der Beikost bis zum 2. Lebensjahr. Hätten die betroffenen Mütter in der jeweiligen Situation ihrem Kind die Flasche gegeben, hätte sich mit Sicherheit keiner daran gestört.
Auch weiß ich nicht was mich mehr schockiert - der Busfahrer mit seiner Bloßstellung der Mutter gegenüber oder die vielen Fahrgäste, von denen keiner die Zivilcourage hatte sich auf die Seite der Mutter zu stellen. Im Gegenteil, verärgert über die Wartezeit wurde die Mutter auch von dieser Seite weiter unter Druck gesetzt
Ich frage mich "Was kommt morgen?"
Und wie lange dauert es noch bis sich jemand daran stört dass ich die kleinste Maus stille - auf dem Supermarktparkplatz, in der Stadtbücherei, auf dem Trödelmarkt,.. überall da wo die kleinste Maus eben ein Hunger- oder bei diesen Temperaturen Durstgefühl überkommt.
Mittwoch, 19. November 2014
Familienbett
Also die Zwillingsmäuse haben ja von Anfang an bei uns mit im Bett geschlafen bzw. in einem der Kinderbetten, das sozusagen als Beistellbett an meine Seite des Doppelbettes angebracht war. Mit zunehmendem Alter dann lagen sie auch einfach rechts und links von mir. Ganz einfach weil diese Variante für uns am bequemsten und am einfachsten war...Phasenweise zweistündliches Stillen der beiden Fressmäulchen in der Nacht hätte ich ansonsten wohl nicht so lange durchgehalten.
Mit etwa 16 Monaten sind die Zwillingsmäuse dann aus unserem Bett ausgezogen - zumindest zeitweise. Seither gibt es immer wieder mal Phasen, in denen sie in ihrem eigenen Zwillingsmäuse-Doppelbett schlafen, in denen sie die ein oder andere oder auch jede Nacht, einzeln oder im Doppelpack zu uns umziehen oder gleich am Abend ihren Platz in unserem Bett beanspruchen.
Im Moment - also die letzten vier, sechs, acht Wochen - wird wieder bevorzugt gleich am Abend unser Bett aufgesucht und hier klappt es zumindest nach Geschichte und Kuschelzeit in sagen wir mal 9 von 10 Abenden, dass ohne großes Theater geschlafen wird.
Leider führt die Tatsache, dass auch ein Doppelbett für vier Personen schon immer sehr, sehr eng war und sich das durch meinen sieben-Monats-Bauch nicht gerade verbessert, dazu, dass der Herr Kunterbunt häufig, überwiegend auf dem Sofa nächtigt.
Aus diesem Grund gab es heute Vormittag eine spontane Umräumaktion - das Bett aus dem Gästezimmer ist ins Elternschlafzimmer umgezogen.
Somit gibt es jetzt auf rund 2,70 m genug Platz für alle und keiner wird mehr aufs Sofa verbannt.
Mit etwa 16 Monaten sind die Zwillingsmäuse dann aus unserem Bett ausgezogen - zumindest zeitweise. Seither gibt es immer wieder mal Phasen, in denen sie in ihrem eigenen Zwillingsmäuse-Doppelbett schlafen, in denen sie die ein oder andere oder auch jede Nacht, einzeln oder im Doppelpack zu uns umziehen oder gleich am Abend ihren Platz in unserem Bett beanspruchen.
Im Moment - also die letzten vier, sechs, acht Wochen - wird wieder bevorzugt gleich am Abend unser Bett aufgesucht und hier klappt es zumindest nach Geschichte und Kuschelzeit in sagen wir mal 9 von 10 Abenden, dass ohne großes Theater geschlafen wird.
Leider führt die Tatsache, dass auch ein Doppelbett für vier Personen schon immer sehr, sehr eng war und sich das durch meinen sieben-Monats-Bauch nicht gerade verbessert, dazu, dass der Herr Kunterbunt häufig, überwiegend auf dem Sofa nächtigt.
Aus diesem Grund gab es heute Vormittag eine spontane Umräumaktion - das Bett aus dem Gästezimmer ist ins Elternschlafzimmer umgezogen.
Somit gibt es jetzt auf rund 2,70 m genug Platz für alle und keiner wird mehr aufs Sofa verbannt.
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