Sonntag, 3. August 2014

Glück im Unglück

Hatte unser Babykater am vergangenen Mittwoch. Am Morgen noch putzmunter lag der kleine Mikesch bei unserem Nachhausekommen am Nachmittag regungslos neben dem Kratzbaum. Unter schmerzhaftem Miauen lies er sich zwar hochheben und versuchte in der Küche auch einige Versuche auf die Beine zu kommen. Doch mehr als sich ein paar Zentimeter vorwärts zu robben war nicht möglich.
Tja - die Möglichkeit am Mittwochnachmittag einen Tierarzt zu konsultieren geht hier gegen Null. Grundsätzlich keine Sprechzeit am (Mittwoch-) Nachmittag, erst Abendsprechstunde, kein Anrufbeantworter am Notfallhandy bzw. die Ansage dass wohl aktuell eine Behandlung liefe - oder ein Funkloch den Anruf verhindere. Suuuper!
Während der Kleine für mich eindeutige Schockzeichen aufwies blieb mir letztlich nichts anderes übrig als ihn in den Katzenkorb zu packen und im Nachbarort auf die Rückkehr der dortigen Tierärztin zu warten.

Nachdem der Verdacht nahe lag, dass Mikesch wohl beim toben mit seinen beiden Schwesterchen vom Kratzbaum abgestürzt sein könnte gab es zügig ein Röntgenbild - mit erschreckendem Befund. Der zweite Halswirbel war komplett verschoben, eine gestreckte Aufnahme war gar nicht möglich weil der Kleine sofort mit Krampfanfällen reagierte. Ob der Kopf mit verletzt ist konnte nicht ausgeschlossen werden, aber immerhin waren die Pupillen unauffällig und eng (für mich als Intensivgeschädigte ein wichtiges Kriterium).
Trotzdem entschieden wir uns aufgrund seines jungen Alters ihm eine Chance zu geben - also gab es Cortison, Schmerzmittel und Infusionen inklusive einer Übernachtung in der Praxis. Am nächsten Morgen kam Mikesch immerhin schon wieder auf seinen eigenen vier Pfoten, wackelig zwar, mit einer kleinen Schwäche links und gehandikapt durch die Infusion rechts und sehr kuschelbedürftig.
Am Abend durfte er dann endlich nach Hause und inzwischen erinnert nur noch der Infusionszugang über den er noch hin und wieder Schmerzmittel bekommen hat und der heute Abend noch raus kommt (sofern Mikesch da mitspielt) an sein Abenteuer.



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