Freitag, 13. April 2012

Zähne

Eigentlich sollte ja hier im Zwillingsmäuse-Blog unter der Überschrift ein Post kommen, in dem es um die neu hinzugekommenen Mäusezähnchen geht. Leider ist dem aber nicht so, denn kaum hat die große Maus eine stattliche Anzahl an schönen Beißerchen in ihrem Mund, muss sie auch schon wieder einen hergeben - oder zwei, oder drei, oder...

Aber der Reihe nach! Dienstag - erster Kitatag nach den Osterferien, der Schatz bringt die Zwillingsmäuse morgens hin, weil auch für mich der Urlaub vorbei ist und ein Frühdienst auf dem Dienstplan steht. Den hab ich dann auch bis etwa halb zwölf gearbeitet - bis eben der Anruf aus der Kita kam. Die große Maus sei von einem Fahrzeug gestürzt und hätte sich einen Mäusezahn ausgefallen, ein zweiter würde wackeln.Suuuper!
Also auf Station abgemeldet, den Mäuseopa gebeten mit den Ersatzkindersitzen zu kommen, den Schatz informiert, einen "Notfalltermin" in der Kinderzahnarztpraxis vereinbart und das blutende Kind abgeholt. Beim Warten auf den Mäuseopa konnte ich dann einen Blick ins Mäusemäulchen erhaschen und dank einem waagrecht stehenden seitlichen Schneidezahn oben war mir klar warum das Mäuschen so gbrüllt hat. Also nochmals die Zahnarztpraxis kontaktiert und einen sofortigen "Mittagspausentermin" ergattert.
In der Praxis dann erst einmal flüchtige Inspektion von außen, Kontaktaufnahme mit der Anästhesietagesklinik im Haus mit kurzem Besuch dort und einer kleinen Sedierung mit Dormicumsaft (dank des Zusammentreffens mit einem Ex-Kollegen durfte ich die kleine, jetzt ganz entspannte Maus selbst wieder mitnehmen). 
Die anschließende genaue Untersuchung, die Dank Dormicum, Tabaluga im Decken-Flatscreen und einer super lieben Zahnärztin ziemlich problemlos ging, zeigte dann leider dass nicht nur der Zahn wackelt, sondern vermutlich der Oberkiefer gebrochen ist.
Nach kurzer Überlegung uns direkt in die Kinderklinik mit Mund-Kiefer-Chirurgie in die nächste "Großstadt" zu schicken, fiel dann doch die Wahl auf das hießige Klinikum. in Anbetracht des weiteren Verlaufes wäre ich dann doch lieber die knapp 100 km gefahren! Der Klinikaufenthalt bedeutetet immerhin 3 oberflächliche aber sehr schmerzhafte Inspektionen für die kleine Maus, eine Narkoseaufklärung und am Ende das Statement "wir machen nichts". 
Ob das nun an meiner Weigerung lag der Maus die drei oberen, wackelnden Schneidezähne ohne Sedierung oder Narkose ziehen zu lassen oder doch eher an der Bedingung des Anästhesisten bei einem so kleinen Kind die Narkose nur im OP durchzuführen und der Tatsache, dass die Chirurgen keinen OP dafür frei machen wollten weiß ich nicht. Letztlich bin ich aber froh, dass die Sache abgeblassen wurde...vor allem nachdem mir der aufklärende Narkosearzt dann mitteilte mit sooo kleinen Kindern haben wir hier im Haus wenig Erfahrung, er (der zumindest aus diversen Auslandseinsätzen Erfahrung hatte) könne dieNarkose nicht selbst machen, es würde dann irgendein Kollege kommen.

Inzwischen hat die liebe Kinderzahnärztin mit den Bildern ein weiteres Statement aus München eingeholt, die Diagnose Oberkieferfraktur steht und wir müssen jetzt die Wundheilung in 3-4 Wochen abwarten. Erst dann wird sich zeigen, ob die dreiSchneidezähne erhalten werden können, abgestorben sind, von selbst ausfallen oder gezogen werden müssen. 
Hoffen wir das Beste!

Kommentare:

  1. Oh nein, das hört sich furchtbar an- Respekt dass du nicht gleich mitgeheult hast. Hoffentlich bleiben alle Zähnchen erhalten und die kleine Maus hat kein Problem beim Essen oder gar Schmerzen...ich drücke die Däumchen für euch!

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  2. ACH DU SCH*****!! Du liebe Zeit. Ich drücke auch ganz fest die Däumchen, dass alles gut geht.

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