Mittwoch, 6. Januar 2016

Rauhnächte

Heute sind sie vorbei die Rauhnächte - jene geheimnisvollen Nächte um den Jahreswechsel. Die 12 Nächte vom Thomastag am 21. Dezember und dem Dreikönigstag am 06. Januar - ja genau 12 Nächte, weil die Sonn- und Feiertage bei dieser ursprünglichen Zählung ausgelassen werden. Das Brauchtum besagt, dass in dieser Zeit die Geister und Dämonen umgehen, dass die Seelen wiederkehren. Die Rauhnächte gelten als besonders günstige Zeit mit vergangenem abzuschließen und Neues zu beginnen, vorherzusagen und zu orakeln.

In diesem Sinne gab es auch bei mir dieses Mal 13 Rauhnachtswünsche, notiert auf 13 Zettelchen und so gefaltet, dass sie sich äußerlich nicht mehr unterscheiden ließen. In jeder Rauhnacht wurde nun einer dieser Wünsche verbrannt und so mit der Bitte um Erfüllung an die höheren Kräfte übergeben, ohne nachzuschaen um welchen Wunsch es sich handelt .
Manche Wünsche gingen sofort mit nur einem Streichholz in Flammen auf, manche brauchten ein bisschen, glimmten erst ein wenig bevor das Feuer sie zu Rauch und Asche werden ließ . Mein gestriger, letzter Wunsch schien besonders schwer zu sein, brauchte es doch vier Streichhölzer bis das Zettelchen endlich in Flammen aufging. Ich kann mir gut vorstellen welcher Wunsch das war.
 
Und ja - heute blieb dann ein Zettel in meiner Wunschdose übrig: 13Wünsche - 12 Nächte


Das ist nun der Wunsch, um den ich mich 2016 selbst kümmern darf/ muss/ soll. Und ich muss sagen da hab ich nicht den einfachsten Wunsch erwischt. Da werde ich wohl länger darüber nachdenken müssen wie ich überhaupt zur Erfüllung beitragen kann - oder sollte ich dadurch noch einmal darüber nachdenken, ob der Wunsch überhaupt so erstrebendswert ist?

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